ES

Donnerstag, 2. November 2017 |
WORUM GEHT'S?
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In Derry, Maine, schlummert das Böse in der Kanalisation: Alle 28 Jahre wacht es auf und muss fressen. Jetzt taucht »Es« wieder empor. Sieben Freunde entschließen sich, dem Grauen entgegenzutreten und ein Ende zu setzen.
 Stephen King | Alexandra von Reinhardt u. a. | 1.536 Seiten | 14,99 € (TB) | Heyne

MEINE MEINUNG
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ES war mein erster Stephen King. Ich habe ihn im Mai diesen Jahres begonnen und im September beendet, was für mich eine irrelange Zeit für ein Buch ist. Man könnte meinen, bei der Seitenanzahl sei das verziehen, aber ich hätte es durchaus schneller beenden können, wenn es mir eben besser gefallen hätte.




Alle sind begeistert, außer ich
Vor allem durch die Neuverfilmung und der damit einhergehenden Neuauflage des Klassikers steht das Buch wieder in jedem Buchladen, alle reden darüber und lesen es. Wirklich unzählige Buchblogger haben das Buch in der letzten Zeit gelesen und rezensiert. Aber was mich wohl am meisten gewundert hat - neben der kurzen Zeit, in der sie das Buch alle gelesen haben - ist, dass sie es alle großartig fanden! Stimmt etwas nicht mit mir? Habe ich das Buch nicht verstanden? Ich fand es nämlich, bis auf wenige Stellen, grauenhaft.
  
too much information
Stephen King ist wirklich ein großer Erzähler, aber weniger ist manchmal mehr. Was am Anfang noch ganz nett wirkte, weil die ganzen Informationen das Buch sehr glaubwürdig gestalteten, wurde zur Mitte des Buches nur noch nervig. Das Buch dreht sich nämlich nicht nur um die Geschichte zwischen ES und den Kinder bzw. Erwachsenen, sondern auch um die alleinige Geschichte von ES und Derry. Wie hängen die beiden zusammen? Seit wann gibt es ES? Man wird immer wieder aus dem eigentlichen Handlungsstrang geworfen, was mich sehr gestört hat. Außerdem erfährt man einfach alles über jeden, der in diesem Buch vorkommt, was mir persönlich auch zu viel war.
Ich wollte mich doch einfach nur gruseln!
Ich lese gerne mal ab und an Horrorbücher und gerade von ES habe ich viel erwartete, schließlich wurde es immer hochgelobt. Außerdem habe ich panische Angst vor Clowns, weshalb ich dachte, dass das mein Gruselbuch wird, aber weit gefehlt. Der Clown Pennywise, auf den dieses Buch doch oft reduziert wird und der das Aushängeschild für ES ist, kommt vielleicht auf 100 Seiten, wenn überhaupt, vor. Das war für mich sehr enttäuschend. Durch die schon erwähnten vielen Informationen wurde es dann auch nicht wirklich gruselig.
Für dieses Buch braucht man keine Snacks!
Statt mich zu gruseln, habe ich mich geekelt. Ich möchte Stephen King nichts unterstellen, aber letztendlich ist das alles seiner Fantasie entsprungen und was zur Hölle ist bloß los mit ihm?! Dieses Buch ist nicht nur voller Blut (okay, das habe ich erwartet), Schleim, Körperflüssigkeiten und vielem mehr, nein, hier gibt es auch Kindersex, der mich ehrlich gesagt ziemlich verstört hat. Ich dachte nämlich, es könnte nicht noch absurder werden, aber King kann immer noch einen draufsetzen. Zeitweise habe ich mich so geekelt, dass ich nach dem Lesen nichts essen konnte und dabei schon gar nicht. Mir wurde regelrecht schlecht.
1533 Seiten für nichts?
Obwohl mich das Buch nicht fesseln konnte, wollte ich dennoch wissen wie es endet, denn über das Ende gibt es die verschiedensten Meinungen. Nun wollte ich also unbedingt erfahren, wie dieses so gehypte Werk endet. Hat es sich gelohnt? Nein. Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, da ich froh war, nie in dieser Hinsicht gespoilert worden zu sein. Nur so viel: Mich hat das Ende maßlos enttäuscht.

Meine Erwartungen an ES waren eigentlich nicht hoch, denn es hatte nur eine Aufgabe: Es sollte mir Angst machen. Da sich angeblich viel um einen Clown dreht, könnte man denken, dass das Buch es nicht mal sonderlich schwer hat damit, weil ich eben riesige Angst vor ihnen habe. Aber weit gefehlt. Dieses Buch war bis auf einige Stellen leider langweilig, versorgte den Leser mit zu vielen Informationen und konnte mich im Großen und Ganzen nicht mitreißen.
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