WORUM GEHT'S?
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In Derry, Maine, schlummert das Böse in der Kanalisation: Alle 28 Jahre
wacht es auf und muss fressen. Jetzt taucht »Es« wieder empor. Sieben
Freunde entschließen sich, dem Grauen entgegenzutreten und ein Ende zu
setzen.
Stephen King | Alexandra von Reinhardt u. a. | 1.536 Seiten | 14,99 € (TB) | Heyne
MEINE MEINUNG
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ES war mein erster Stephen King. Ich habe ihn im Mai diesen Jahres
begonnen und im September beendet, was für mich eine irrelange Zeit für
ein Buch ist. Man könnte meinen, bei der Seitenanzahl sei das verziehen,
aber ich hätte es durchaus schneller beenden können, wenn es mir eben
besser gefallen hätte.
Alle sind begeistert, außer ich
Vor allem durch die Neuverfilmung und der damit einhergehenden
Neuauflage des Klassikers steht das Buch wieder in jedem Buchladen, alle
reden darüber und lesen es. Wirklich unzählige Buchblogger haben das
Buch in der letzten Zeit gelesen und rezensiert. Aber was mich wohl am
meisten gewundert hat - neben der kurzen Zeit, in der sie das Buch alle
gelesen haben - ist, dass sie es alle großartig fanden! Stimmt etwas
nicht mit mir? Habe ich das Buch nicht verstanden? Ich fand es nämlich,
bis auf wenige Stellen, grauenhaft.
too much information
Stephen King ist wirklich ein großer Erzähler, aber weniger ist manchmal
mehr. Was am Anfang noch ganz nett wirkte, weil die ganzen
Informationen das Buch sehr glaubwürdig gestalteten, wurde zur Mitte des
Buches nur noch nervig. Das Buch dreht sich nämlich nicht nur um die
Geschichte zwischen ES und den Kinder bzw. Erwachsenen, sondern auch um
die alleinige Geschichte von ES und Derry. Wie hängen die beiden
zusammen? Seit wann gibt es ES? Man wird immer wieder aus dem
eigentlichen Handlungsstrang geworfen, was mich sehr gestört hat.
Außerdem erfährt man einfach alles über jeden, der in diesem Buch
vorkommt, was mir persönlich auch zu viel war.
Ich wollte mich doch einfach nur gruseln!
Ich lese gerne mal ab und an Horrorbücher und gerade von ES habe ich
viel erwartete, schließlich wurde es immer hochgelobt. Außerdem habe ich
panische Angst vor Clowns, weshalb ich dachte, dass das mein Gruselbuch
wird, aber weit gefehlt. Der Clown Pennywise, auf den dieses Buch doch
oft reduziert wird und der das Aushängeschild für ES ist, kommt
vielleicht auf 100 Seiten, wenn überhaupt, vor. Das war für mich sehr
enttäuschend. Durch die schon erwähnten vielen Informationen wurde es
dann auch nicht wirklich gruselig.
Für dieses Buch braucht man keine Snacks!
Statt mich zu gruseln, habe ich mich geekelt. Ich möchte Stephen King
nichts unterstellen, aber letztendlich ist das alles seiner Fantasie
entsprungen und was zur Hölle ist bloß los mit ihm?! Dieses Buch ist
nicht nur voller Blut (okay, das habe ich erwartet), Schleim,
Körperflüssigkeiten und vielem mehr, nein, hier gibt es auch Kindersex,
der mich ehrlich gesagt ziemlich verstört hat. Ich dachte nämlich, es
könnte nicht noch absurder werden, aber King kann immer noch einen
draufsetzen. Zeitweise habe ich mich so geekelt, dass ich nach dem Lesen
nichts essen konnte und dabei schon gar nicht. Mir wurde regelrecht
schlecht.
1533 Seiten für nichts?
Meine Erwartungen an ES waren eigentlich nicht hoch, denn es hatte nur
eine Aufgabe: Es sollte mir Angst machen. Da sich angeblich viel um
einen Clown dreht, könnte man denken, dass das Buch es nicht mal
sonderlich schwer hat damit, weil ich eben riesige Angst vor ihnen habe.
Aber weit gefehlt. Dieses Buch war bis auf einige Stellen leider
langweilig, versorgte den Leser mit zu vielen Informationen und konnte
mich im Großen und Ganzen nicht mitreißen.
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